Der Börsendienst für erfolgreiche Trader und Investoren

Gehören auch Sie zu den Gewinnern!

Die Kirchensteuer auf private Kapitalerträge

Mit Einführung der Abgeltungssteuer am 1. Januar 2009 hat sich auch die Erhebung der Kirchensteuer auf Kapitalerträge verändert. Durch die Abgeltungssteuer, die von den Kreditinstituten einbehalten wird, müssen die Kapitalerträge für Zinsen, Dividenden und Veräußerungsgewinne in aller Regel nicht mehr in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Neben der 25%-igen Abgeltungssteuer wird für Kapitalerträge der Solidaritätszuschlag und ggf. (soweit der Bank die Konfession bekannt) die Kirchensteuer erhoben. Für alle, die über einem persönlichen Steuersatz von 25% liegen, ist diese Verfahrensweise ein Steuervorteil. Zu dieser Regelung gehört auch, dass die Kirchensteuern nicht mehr steuerermäßigend als Sonderausgaben geltend gemacht werden können. In den Fällen, in denen Kirchensteuer abgeführt wird, verringert sich der Kapitalertragssteuersatz auf 24,45%.

Der Steuerpflichtige kann wählen

Jeder hat die Wahl, ob die Kirchensteuer direkt vom Kreditinstitut oder durch das Finanzamt im Rahmen der Einkommensteuer erhoben werden sollen. Wenn das Kreditinstitut die Kirchensteuer zusammen mit der Abgeltungssteuer abführen soll, muss dies unter Angabe der Religionszugehörigkeit dem Kreditinstitut mitgeteilt werden. Für diese Mitteilung werden meistens Formulare zum Download angeboten. Die Kirchensteuer auf Kapitalerträge umfasst immer nur den gesamten Kapitalertrag bei einem Institut, kann also nicht für einen Teilbetrag beantragt werden. Da die Regelung freiwillig ist, kann sie auch jederzeit, auch im Laufe des Jahres, widerrufen werden. Wenn das Kreditinstitut keine entsprechende Anweisung durch den Steuerpflichtigen bekommen hat oder die Kapitalerträge aus dem Ausland kommen, muss allerdings zwingend (gem. § 51a Abs. 2d EStG) eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden, in der alle Kapitalerträge zur Ermittlung der Kirchensteuer anzugeben sind. In der Folge wird dann auch bei der Veranlagung zur
Einkommensteuer, die Kirchensteuer als Sonderausgabe berücksichtigt. Hierzu ist in Zeile 5 und 6 der Anlage KAP eine „1“ einzutragen.

Aufteilung der Kapitalerträge bei Ehepaaren

Wenn Ehegatten eine gemeinsame Einkommensteuererklärung abgeben und zum Beispiel Kapitalerträge auf einem Gemeinschaftskonto haben, können die Erträge zur Erhebung der Kirchensteuer zwischen den Partnern aufgeteilt werden. Diese Möglichkeit kann beispielsweise von Paaren mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit genutzt werden oder auch dann, wenn nur ein Ehepartner kirchensteuerpflichtig ist. Wenn keine Aufteilung beantragt wird, erfolgt die Aufteilung der Kirchensteuer zu gleichen Teilen.

Hier bekommen Sie Börsentipps zum Schnäppchenpreis!

Wir haben für alle Interessen und jedes Risikoprofil das passende Angebot. Klicken Sie sich einfach durch und Sie werden genau das passende Angebot finden.