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Neue Regeln für die Anlageberatung

Ab dem Januar 2010 sind alle Kreditinstitute verpflichtet ein Beratungsprotokoll auszustellen. Ausgenommen sind nur Produkte die nicht unter das Wertpapierhandelsgesetz fallen, wie etwa Tages- oder Festgeld.

Dem Thema Anlegerschutz wurde in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung beigemessen. Insbesondere bei Bankberatungen wurden neue Anlegerschutzgesetze auf den Weg gebracht, die die Rechte von Bankkunden stärken, sie gleichzeitig aber auch vermehrt in die Eigenverantwortung nehmen sollen.

Ziele der neuen Anlegerschutzgesetze

In der Vergangenheit wurde Privatanleger häufig von ihrem Bankberater nur unzureichend oder sogar irreführend über Finanzprodukte informiert – was nicht selten zu erheblichen Vermögensverlusten geführt hat. Mit dem neuen Anlegerschutzgesetz sollen Anleger nun vor einer Falschberatung bewahrt werden – die Beratungsqualität soll ansteigen.

Was ändert sich?

Bankberater müssen künftig schriftlich festhalten, was in einem Beratungsgespräch besprochen wurde. Dem Kunden wird von diesem Protokoll eine Durchschrift ausgehändigt, bevor es zu einem Vertragsabschluss kommt. Auf dem Protokoll ist unter anderem vermerkt, welche Risikoneigung der Kunde besitzt, wie die Vermögensverhältnisse des Kunden sind und ob das Gespräch auf Wunsch des Kunden oder auf Initiative des Beraters zustande kam. Angaben zu Wünschen des Kunden sowie zu erteilten Empfehlungen des Bankberaters sind ebenfalls schriftlich festgehalten. Der Verbraucher erhält damit eine schriftliche Kontrolle und kann gegebenenfalls Abstand von dem geplanten Finanzgeschäft nehmen, wenn im Protokoll nicht erwähnte Risiken aufgeführt sind. Das Rücktrittsrecht besteht für den Zeitraum von einer Woche. Im Falle von Streitigkeiten dient das Protokoll als Beweismittel – der Anleger muss das Protokoll jedoch nicht unterzeichnen.
Die Regelungen gelten für Privatanleger, die über ein Anlagevolumen von bis zu 500.000 Euro verfügen – hierzu zählen auch kleine Mittelständler sowie Selbstständige und Freiberufler.

Änderung von Verjährungsfristen

Im Zuge der Verbesserung des Anlegerschutzes wurde auch die Verjährungsfrist für Wertpapiergeschäfte verlängert. Während bislang drei Jahre nach Vertragsabschluss alle Schadenersatzansprüche verjährt waren, so verjähren diese künftig erst drei Jahre, nachdem der Verbraucher Kenntnis von der Falschberatung erhalten hat - höchstens aber 10 Jahre.

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