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Bilanz

Die Bilanz eines Unternehmens bildet mit Beträgen in EURO alle Werte und Veränderungen dieser Werte innerhalb eines bestimmten Zeitraums ab. Auf der linken Seite, die man Aktiva nennt, findet man das Anlage- und Umlaufvermögen und auf der rechten Seite, die Passiva genannt wird, stehen das Eigenkapital, die Rückstellungen und die Verbindlichkeiten (Schulden). Steuerlich ist die Bilanz nur jährlich relevant, aber für Aktiengesellschaften ist gesetzlich ein halbjährlicher Zwischenbericht erforderlich und wer Mitglied im Prime Standard der Deutschen Börse ist, verpflichtet sich zu Quartalsberichten. Neben den Quartalsberichten müssen diese Unternehmen einen Unternehmenskalender veröffentlichen, mindestens eine Analystenkonferenz pro Jahr veranstalten und Ad-hoc-Mitteilungen auch in englischer Sprache herausgeben. Die Unternehmen im DAX, MDAX, SDAX und TecDAX müssen Mitglied im Prime Standard sein.  Alle Kapitalgesellschaften sind zur Veröffentlichung der Bilanz verpflichtet. Große Aktiengesellschaften stellen diese oft auch auf ihre Homepage. Es gibt viele Fachbegriffe, die im Zusammenhang mit Bilanzen verwendet werden. Dazu gehören:

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen, das auf der linken Bilanzseite steht, zeigt alle Vermögenswerte. Dort findet man Grundstücke und Gebäude, die Maschinen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Außerdem Beteiligungen an anderen Unternehmen, Kredite, die an andere Unternehmen vergeben wurden, eventuell geleistete Anzahlungen, oder auch immaterielle Vermögenswerte, wie gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen, welches auch auf der Aktivseite der Bilanz steht, beinhaltet alle Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die Bankguthaben und alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zu den Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen zählen auch die Halbfabrikate, also die Ware, die sich noch in der Produktion befindet und alle Fertigwaren, die das Unternehmen am Lager hat. Diese Werte werden aus der Inventur entnommen, die zum Geschäftsjahresende zwingend vorgeschrieben ist und bei mittleren- und großen Unternehmen auch durch die Mitwirkung eines Wirtschaftsprüfers, der die Richtigkeit der Inventur bestätigen muss und später die Bilanz testiert, durchgeführt wird.

AfA

AfA heißt Absetzung für Abnutzung und wird üblicherweise einfach als Abschreibungen bezeichnet. Wenn ein Unternehmen eine Investition zur Produktion tätigt, also beispielsweise eine Maschine kauft, mit der das betreffende Unternehmen Einkünfte erzielt, so kann es für die voraussichtliche Zeit der Nutzung dieser Maschine jährlich einen bestimmten Betrag absetzen, d.h., dass das zu versteuernde Einkommen um diesen Betrag reduziert wird. Für die Dauer der Abschreibung gibt es feste Tabellen. So kann beispielsweise ein Produktionsgebäude aus Mauerwerk oder Beton über 33 Jahre, eine Maschine etwa zwischen 10 und 15 Jahren und ein Computer auf 3 Jahre abgeschrieben werden. Bei Beginn der Abschreibungszeit kann sich das Unternehmen entscheiden, ob die Abschreibung linear erfolgen soll oder degressiv. Linear wird abgeschrieben, wenn jährlich immer der gleiche Betrag eingesetzt wird. Bei degressiver Abschreibung ist der Betrag am Anfang hoch und nimmt danach jährlich ab.

G+V

Die G+V ist die Gewinn- und Verlustrechnung. Sie gehört grundsätzlich zur Bilanz und dient zur Feststellung des Gewinns oder eines möglichen Verlusts eines Unternehmens. Es werden alle Erträge und alle Aufwendungen gegenüber gestellt und die Differenz bildet den Gewinn oder den Verlust in einem Abrechnungszeitraum. Der übliche Aufbau einer G+V ist:
Umsatzerlös – Material = Rohertrag
Rohertrag – Löhne und Gehälter (einschl. Sozialabgaben)- betriebliche Aufwendungen = EBITDA

EBITDA

EBITDA ist eine englische Bezeichnung und heißt:  Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization. Übersetzt bedeutet das: Es handelt sich um das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibung und Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte. Das EBITDA ist für alle Investoren die wichtigste Zahl einer G+V, weil diese Kennzahl den durch die Betriebsleistung erbrachten Ertrag zeigt und damit die Stärke des Unternehmens.
Nach dem EBITDA werden normalerweise die Abschreibungen eingesetzt, was das sogenannte EBITA ergibt und dann folgen die Abschreibungen auf den Geschäftswert mit dem Ergebnis EBIT.

EBIT

EBIT heißt demnach: Earnings before interest and taxes und übersetzt: Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern. Das EBIT ist eine beliebte Kennzahl für die Ermittlung eines Unternehmenswertes „grob über den Daumen“. Wenn Finanzinvestoren ganz grob den Wert eines Unternehmens einschätzen wollen, wird gerechnet: Je nach Branche und Konjunktur für Unternehmenskäufe: Das 6-8-fache EBIT abzüglich Verbindlichkeiten = Unternehmenswert. So einfach ist das….

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