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Was sind Futures?

Futures sind Finanzgeschäfte, denen verschiedene Basiswerte zugrunde liegen können. Sie werden als Terminkontrakt geschlossen – dies bedeutet, dass sich sowohl Käufer als auch Verkäufer mit einem Future dazu verpflichten, eine bestimmte Anzahl des jeweiligen Basiswertes (dies können z.B. Aktien, Indizes oder Währungen sein) bei Fälligkeit zu handeln. Und zwar zu einem zuvor festgelegten Preis.

Man unterscheidet dabei zwischen so genannten Financial-Futures und Commodity-Futures. Financial-Futures liegen als Basiswert Indizes, Währungen, Aktien oder Zinsen zugrunde, während der Basiswert bei Commodity-Futures ein reales Objekt darstellt – zum Beispiel Rohstoffe oder landwirtschaftliche Produkte wie Mais oder Weizen.

Futures können sowohl „long“ als auch „short“ abgeschlossen werden. „Long“ bedeutet, dass bei Fälligkeit Zahlung und Abnahme erfolgt (der Käufer setzt auf steigende Kurse), während bei „Short“ die Lieferung des Basiswertes und der Erhalt des Kaufpreises (der Käufer setzt auf fallende Kurse) zum Fälligkeitstermin vereinbart wird.

Anders als bei Optionsscheinen hat der Käufer bei Futures nicht nur das Recht auf einen Kauf / Verkauf bei Fälligkeit, sondern die unbedingte Pflicht dazu. Deshalb werden Futures auch als unbedingte Termingeschäfte bezeichnet.

Futures werden wie Wertpapiere an der Börse gehandelt.

Kontraktgröße eines Futures

Die Kontraktgröße stellt den Gegenwert dar, der mit einem Future bewegt wird. Ein DAX-Future zum Beispiel hat einen Kontrakt-Gegenwert von 25 Euro je DAX-Punkt. Für jeden Terminkontrakt gibt es eine von der entsprechenden Terminbörse festgelegte Kontraktgröße.

Laufzeiten von Futures

Futures sind grundsätzlich mit einem festen Fälligkeitstermin versehen. Die Laufzeiten sind jeweils unterschiedlich, oftmals jedoch werden Futures mit einer Laufzeit von 3,6,9 oder 12 Monaten herausgegeben.

Als Anleger ist es sehr bedeutend zu wissen, wenn der Fälligkeitstermin eines Futures ist. Zudem sollte die geeignete Laufzeit für den eigenen bevorzugten Anlagehorizont festgelegt werden.

Fälligkeitstermin

Bei Fälligkeit eines Futures (Verfallstermin) kommt es zur Abrechnung. Hier wird zwischen zwei Vorgehensweisen unterschieden:

Beim Barausgleich (auch: „Cash Settlement“) wird der Future-Kontrakt abgerechnet und in barem Geld ausgeglichen. Basis für die Abrechnung ist der festgelegte Kurs (Settlement-Preis) – dieser ist in der Regel der Schlusskurs des Verfallstages. Für den Barausgleich wird dann die Differenz aus dem Einstandskurs und dem Settlement-Preis berechnet.

Die zweite Möglichkeit ist die physische Lieferung des zugrunde liegenden Basiswertes. Eine Barauszahlung erfolgt hierbei nicht, sondern der Anleger wird Besitzer (bzw. Lieferant im Falle eines Short-Futures) des Basiswertes (= Unterlying). Diese Variante wird jedoch nur dann gewählt, wenn der Anleger tatsächlich Interesse an dem entsprechenden Basiswert hat – denn die physische Lieferung geht in der Regel mit weiteren Kosten und höherem Aufwand einher (vor allem bei realen Objekten wie landwirtschaftlichen Produkten o.ä.).

Margin beim Futureshandel

Bei Future-Kontrakten müssen Käufer und Verkäufer eine Sicherheitsleistung hinterlegen, die zur Absicherung des jeweiligen Futures dient. Diese Absicherung bzw. dieser Vorschuss, der erbracht werden muss, wird als Margin bezeichnet. Damit soll sichergestellt werden, dass der Anleger der mit dem Kauf eines Futures eingegangenen Verpflichtung auch nachkommen kann. Auch Verkäufer und Broker haben die Verpflichtung, beim Futurehandel eine Margin zu hinterlegen.

Die Berechnung der Margin erfolgt durch die Börse. Sie ist in ihrer Höhe jeweils abhängig von der Volatilität (Schwankungsbreite) des Basiswertes. Je volatiler ein Basiswert ist, eine umso höhere Margin muss erbracht werden.

Der so genannte „Margin Call“ bezeichnet eine Aufforderung zur Nachzahlung beim Futurehandel, wenn der Wert unter eine bestimmte Grenze gefallen ist. Dann muss der Anleger diese Nachschusszahlung erbringen – kann er dies nicht, so wird seine Position zwangsweise verkauft.

Chancen und Risiken

Der Handel mit Futures hat gegenüber anderen Anlageprodukten durchaus seine Vorteile. So ist beispielsweise der erforderliche Kapitaleinsatz gegenüber dem physischen Handel geringer und bringt dennoch die gleichen Gewinnchancen mit sich. Durch die Hebelleistung können daher schon mit kleineren Einsätzen verhältnismäßig große Gewinne gemacht werden. Da jedoch die Margin als Vorschuss sowie gegebenenfalls auch als Nachschusszahlung erbracht werden muss, ist trotz des verhältnismäßig geringen tatsächlichen Kapitaleinsatzes zum Handeln das Vorhandensein einer größeren Geldsumme für Future-Geschäfte erforderlich.

Futures können an allen internationalen Terminmärkten gehandelt werden und sind sehr vielfältig. Aktien, Rohstoffe, Waren oder Indizes können direkt gehandelt werden. Es besteht außerdem die Möglichkeit, mit Futures nicht nur von steigenden, sondern auch von fallenden Kursen des Basiswertes zu profitieren. Professionelle Anleger haben damit in ihrer Handelsstrategie maximale Flexibilität.

Futures sind allerdings hoch spekulativ. Da als unbedingtes Termingeschäft die Verpflichtung zur Abnahme bzw. zur Leistungserfüllung bei Fälligkeit besteht, kann dies unter Umständen auch einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals mit sich bringen. Durch die hinterlegte Margin kann es sogar sein, dass nicht nur das eingesetzte Kapital verloren geht, sondern die Verluste sogar darüber hinaus gehen. Der Abschluss von Future-Kontrakten ist daher nur erfahrenen Anlegern mit vertieften Kenntnissen über den Futureshandel zu empfehlen.

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