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Trader und Investoren

United Technologies teilt sich auf – Gazprom erhöht Dividende – Thomas Cook mit Gewinnwarnung

Nach dem langen Wochenende in den USA (wenn man die halbe Börsensitzung am Freitag vernachlässigt) ging es bis zum Mittwoch mit den Aktienkursen deutlich nach oben. Der Dow Jones stieg um 1.000 Punkte und schloss bei 25.366 Punkten. Am Montag zogen besonders die Aktien an, die vom „Black Friday“ profitieren konnten. Auch der Cyber Monday hat in diesem Jahr neue Rekordstände erreicht und 7,8 Milliarden Dollar Umsatz online getätigt. So fiel die Aktie von Amazon (WKN: 906866) mit einem Plus von fünf Prozent auf. Bis zum Mittwoch konnte die Aktie rund zehn Prozent zulegen. Nividia (WKN: 918422) profitierte am Montag von einer Kaufempfehlung und stieg um über fünf Prozent. Einen schwarzen Tag erwischten die Aktionäre von Zafgen (WKN: A11544), deren Aktien am Montag um über 40 Prozent einbrachen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA stoppte die Versuche Zafgens in der Diabetisforschung wegen zu hoher Gesundheitsrisken. Am Dienstag zählten die Stahlwerte zu den Tagesverlierern. Grund hierfür waren die schlechten Nachrichten aus China. US Steel (WKN: 529498) verlor mit acht Prozent am meisten. Die Aktie von United Technologies (WKN: 852759) verlor vier Prozent. Zum einen wurde die Übernahme Rockwell Collins abgeschlossen und nun wurde die Aufteilung in drei Unternehmen bekanntgegeben. Abgespaltet werden die Aufzugssparte Otis mit einem Jahresumsatz von 12,3 Milliarden Dollar und die Lüftungssparte Carrier mit einem Jahresumsatz von 17,8 Milliarden Dollar. Diese Trennungen sollen bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein. Am Dienstag nach Ende des Handels legte Salesforce (WKN: A0B87V) die Quartalszahlen vor, die besser als erwartet ausfielen. Der Jahresausblick wurde nach oben angepasst. Die Reaktion des Marktes am Mittwoch war ein Kursgewinn von neun Prozent.

Die japanischen Aktien können im Großen und Ganzen auf eine freundliche Woche zurückblicken. Der Nikkei225 stieg im Wochenvergleich um über zwei Prozent und beendete am Donnerstag den Handel bei 22.262 Punkten. In dieser Woche gab Denso (WKN: 858734) die Beteiligung an der deutschen Infineon (WKN: 623100) bekannt. Um die Kooperation zu stärken, wurde eine Beteiligung in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen Eurobetrages eingegangen. Die Mobilfunksparte von Softbank (WKN: 891624) scheint ein voller Erfolg zu werden. Denn im Vorfeld scheint das Interesse so groß zu sein, dass der Ausgabepreis statt 1.500 Yen nun eher bei 2.000 Yen angesiedelt wird. Viele Marktteilnehmer sprechen sogar vom spannendsten Börsengang in Japan jeher. Wir werden Sie hier auch weiterhin auf dem Laufenden halten.

„Das Marktumfeld für russische Aktien ist aufgrund des äußerst gespannten Verhältnisses zwischen dem Kreml und der Ukraine als momentan sehr schwierig zu beurteilen“, sagte Frank Lötterle von der Baader Bank AG in Stuttgart. Hinzu kommt noch ein labiler Ölpreis. Das Barrel der Nordseesorte Brent verlor in den letzten sechs Wochen fast 30 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 58 Dollar je Barrel. Trotzdem schaffte die Gazprom ADR-Aktie (WKN: 903276) in dieser Woche einen Kurssprung von fast zehn Prozent auf 4,40 Euro. Das weltweit größte Erdgasförderunternehmen will die Dividende deutlich anheben. Für das in Stuttgart gehandelte ADR von Gazprom, das zwei Originalaktien verbrieft, entspräche die Ausschüttung circa 0,26 Euro. „Bei einer Dividendenrendite von fast sechs Prozent zeigten sich die Investoren erfreut und griffen beherzt zu“, so Lötterle.

Kursverluste von zwischenzeitlich 30 Prozent auf aktuell 0,40 Euro mussten die Aktionäre des britischen Reisekonzerns Thomas Cook (WKN: A0MR3W) nach einer weiteren Gewinnwarnung hinnehmen. „Weniger Fernreisen wegen des heißen Wetters in Europa, weniger Gewinnmarge im stark umworbenen Spaniengeschäft, sowie hohe Entschädigungskosten für Flugausfälle sorgten unter anderem für den Gewinneinbruch und somit für die Streichung der Dividende“, erklärte Steffen Kircher von der Baader Bank AG in Stuttgart den Kursrückgang.

Quelle: Börse Stuttgart vom 30. November 2018.

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