Knockout-Hebel-Zertifikate sind Finanzprodukte, mit denen Anleger gezielt auf die Kursentwicklung eines bestimmten Basiswerts – wie einer Aktie oder einem Index – spekulieren können. Charakteristisch für diese Zertifikate ist, dass sie mit einem Hebel ausgestattet sind. Der Hebel sorgt dafür, dass schon geringe Kursveränderungen des Basiswerts zu überproportionalen Gewinnen oder Verlusten beim Zertifikat führen können.
Ein zentrales Merkmal ist der sogenannte Knockout-Kurs. Dieser Schwellenwert ist im Voraus definiert: Wird der Knockout-Kurs erreicht oder überschritten, kommt es zum sofortigen Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Das bedeutet, das gesamte investierte Geld kann verloren gehen, wenn sich der Basiswert ungünstig entwickelt.
Beim Handel von Knockout-Hebel-Zertifikaten sollten Anleger beachten, dass neben dem Hebel und dem Knockout-Kurs auch der sogenannte Spread eine Rolle spielt. Der Spread stellt die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs dar und kann sich – ebenso wie der Hebel – im Zeitverlauf verändern. Der Knockout-Kurs selbst wird meist nur in kleinen Schritten angepasst.
Der Preis eines Knockout-Hebel-Zertifikats liegt in der Regel deutlich unter dem Wert des zugrundeliegenden Basiswerts. Dennoch folgt der Zertifikatpreis den Kursbewegungen des Basiswerts gemäß der gewählten Hebelwirkung. Dadurch reagieren Knockout-Hebel-Zertifikate oft viel stärker auf Kursveränderungen als der Basiswert selbst.
Der Kauf und Verkauf solcher Zertifikate erfolgt über die Börse und ähnelt grundsätzlich dem Handel mit Aktien. Voraussetzung für den Handel ist, dass Anleger bei ihrer Depotbank oder ihrem Broker für den Handel mit Derivaten freigeschaltet sind.
Erfolgreiche Beispiele aus der RuMaS-Empfehlungsliste
Ein Blick auf die aktuelle RuMaS-Empfehlungs-Zertifikateliste zum Stand 21. Dezember zeigt eindrucksvoll, wie effektiv die vorgestellten Strategien in der Praxis sein können. Unter den empfohlenen Hebelzertifikaten finden sich zahlreiche Beispiele mit beachtlichen Gewinnen. So wurde etwa mit dem Zertifikat auf Hugo Boss ein Gewinn von 30 % erzielt. Besonders herausragend sind die Erfolge bei thyssenkrupp nucera mit einem Plus von 102 %, bei der DHL Group mit 77 % sowie bei Lufthansa mit 78 %. Auch Heidelberg Materials konnte mit einem Gewinn von 40 % überzeugen. Die größten Zuwächse verzeichneten jedoch Verbio mit einem Gewinn von 358 % und Nordex mit beeindruckenden 307 %.
Diese Ergebnisse verdeutlichen die hohe Trefferquote der RuMaS-Börsentipps. Dennoch ist es wichtig zu betonen, dass nicht jeder Tipp ein Volltreffer sein kann. Auch bei einer grundsätzlich erfolgreichen Strategie sind Verluste möglich, weshalb Anleger stets ihr persönliches Risikoprofil und Budget berücksichtigen sollten.
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