Unter Tradern gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, welcher Stoppkurs die beste Wahl ist: Manche bevorzugen den klassischen Stop-Loss, andere setzen auf den mentalen Stoppkurs. Die Entscheidung, welche Variante sich besser eignet, hängt stark von der individuellen Strategie und den persönlichen Präferenzen ab.
Der Stop-Loss ist eine automatisierte Verkaufsorder, die immer dann ausgelöst wird, wenn der Kurs eines Wertpapiers ein zuvor festgelegtes Niveau erreicht oder unterschreitet. Diese Methode soll Verluste begrenzen und Anleger vor unerwarteten Kurseinbrüchen schützen. Allerdings zeigt sich gerade in stark schwankenden, sogenannten volatilen Märkten, dass ein zu eng gesetzter Stop-Loss dazu führen kann, dass Positionen häufig frühzeitig verkauft werden. Nicht selten passiert es, dass die Aktie direkt nach dem Auslösen des Stop-Loss wieder an Wert gewinnt. In solchen Situationen verpasst man potenzielle Kursgewinne, weil die Position bereits verkauft wurde. Aus diesem Grund erscheint es fraglich, ob sich mit einem klassischen, eng gesetzten Stop-Loss dauerhaft große Gewinne erzielen lassen, da man durch das häufige Ausstoppen regelmäßig aus vielversprechenden Entwicklungen herausgeworfen wird.
Mein persönlicher Favorit ist der mentale Stoppkurs, insbesondere in steigenden Märkten. Dennoch sollte man nicht verschweigen, dass der mentale Stoppkurs bei plötzlichen Trendwechseln oder negativen Unternehmensmeldungen Schwächen offenbart. Trotzdem überwiegen für mich die Vorteile gegenüber dem Stop-Loss: An der Börse wird gelegentlich manipuliert, und wer schon einmal am Tiefpunkt durch einen Stop-Loss ausgestoppt wurde, weiß, wie ärgerlich das sein kann.
Die Erfahrungen aus dem Express-Service der letzten Jahre zeigen, dass bei mentalen Stoppkursen, die kurzfristig unterschritten wurden, viele Trades dennoch mit Gewinn abgeschlossen werden konnten. Wäre an gleicher Stelle ein klassischer Stop-Loss gesetzt worden, wären zahlreiche Trades hingegen mit Verlust beendet worden.
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