An den Märkten zeichnen sich zwei völlig unterschiedliche Chancen ab: Während ein Energiewert bereits von Rekord zu Rekord eilt, kämpft sich eine schwer gefallene Softwareaktie zurück. Beide Titel könnten vor einer entscheidenden Kursphase stehen – doch welcher Ansatz verspricht das größere Potenzial?
Energiewert im Höhenflug: Ist das Ende der Rally noch nicht erreicht?
Der Öl- und Erdgasproduzent zählt derzeit zu den stärksten Werten seines Sektors. Seit der ersten Betrachtung im August 2022 kletterte die Aktie von rund 130 US-Dollar auf ein neues Rekordniveau. Trotz dieses beeindruckenden Laufs sehen viele Analysten noch Luft nach oben: 21 von 29 Experten empfehlen die Aktie zum Kauf, vier raten bereits investierten Anlegern zum Aufstocken und nur vier zum Halten. Das höchste Kursziel eröffnet rechnerisch rund 35 Prozent Potenzial; selbst der Durchschnitt der Prognosen signalisiert noch einen Anstieg im niedrigen zweistelligen Bereich.
Softwareaktie vor dem Comeback? Dieses Signal könnte die Wende bringen
Ganz anders präsentiert sich der Softwareanbieter: Nach dem Dreijahreshoch brach die Aktie um rund 65 Prozent ein. Doch seit dem Tief im Juni mehren sich die Anzeichen einer Erholung. Gelingt nun ein nachhaltiger Ausbruch über die entscheidende Widerstandszone, könnte neues Kaufinteresse aufkommen und die Aufwärtsbewegung deutlich an Tempo gewinnen. Für spekulative Anleger wäre dies ein mögliches technisches Kaufsignal.
Analysten erwarten steigende Kurse
Auch die Analysten setzen mehrheitlich auf eine Fortsetzung der Erholung. Unter den sechs vorliegenden Einschätzungen finden sich vier Kauf- und zwei Halteempfehlungen – keine Prognose rechnet mit fallenden Kursen. Das optimistischste, zugleich älteste Kursziel stellt rund 35 Prozent Aufwärtspotenzial in Aussicht. Eine erst kürzlich veröffentlichte Analyse einer großen US-Bank sieht immerhin noch etwa 20 Prozent Spielraum nach oben.