Der September gilt statistisch als schwächster Börsenmonat des Jahres. Seit 1988 verlor der DAX in diesem Kalendermonat durchschnittlich rund 2,16 Prozent. In diesem Jahr fiel das Minus mit etwa 4,03 Prozent sogar besonders deutlich aus. Diese schwierige Marktphase hinterließ auch in der aktuellen Trading-Liste Spuren: Während meiner Urlaubspause gaben einige Empfehlungen einen Teil ihrer zuvor erzielten Gewinne wieder ab oder wurden ausgestoppt, andere entwickelten sich nicht wie erhofft. Dennoch zeigt der Blick auf die Liste, dass mehrere Positionen weiterhin deutlich im Plus liegen und insbesondere ausgewählte Hebelprodukte eine beeindruckende Bilanz vorweisen können.
Aktienpositionen: NAT bleibt der klare Spitzenreiter
Bei den ungehebelten Aktienpositionen sticht NAT besonders hervor. Seit der Empfehlung vom 15. März 2026 liegt der Titel aktuell mit 64,29 Prozent im Gewinn und damit nur knapp unter dem bisherigen Höchststand von 64,84 Prozent. Endeavour Mining hatte zwischenzeitlich ein Plus von 9,68 Prozent erreicht, notiert derzeit jedoch 2,78 Prozent unter dem Einstiegskurs. Die beiden Werte zeigen, wie unterschiedlich sich Positionen in einem anspruchsvollen Marktumfeld entwickeln können.
Hebelprodukte: SAP, OMV und Telekom sorgen für starke Ergebnisse
Das stärkste Ergebnis der aktuellen Trading-Liste liefert SAP. Die Aktie liegt seit dem Einstieg mit 43,02 Prozent im Plus, während das zugehörige Zertifikat aktuell einen Gewinn von 386,13 Prozent ausweist. In der Spitze waren sogar 444,53 Prozent möglich. Ebenfalls überzeugend präsentiert sich OMV: Das Zertifikat steht derzeit 128,95 Prozent im Gewinn, nachdem zwischenzeitlich ein Plus von 161,84 Prozent erreicht worden war. Bei der Deutschen Telekom beträgt der aktuelle Zertifikategewinn 99,40 Prozent; der maximale Gewinn lag bei 286,31 Prozent.
Auch Salesforce überzeugt mit einem aktuellen Plus von 65,18 Prozent im Zertifikat und einem bisherigen Höchstgewinn von 128,94 Prozent. BB Biotech kommt derzeit auf 25,51 Prozent, die Deutsche Bank auf 11,05 Prozent und TeamViewer auf 3,97 Prozent. Bei IBM und Merck liegen die Zertifikate aktuell leicht im Minus, obwohl zwischenzeitlich Gewinne von 65,49 beziehungsweise 33,68 Prozent möglich waren.
Brenntag verdeutlicht besonders deutlich, wie schnell sich das Bild drehen kann: Nach einem maximalen Zertifikategewinn von 191,89 Prozent steht aktuell ein Minus von 18,92 Prozent zu Buche. Gerade in volatilen Marktphasen zeigt sich damit, wie wichtig ein konsequentes Risiko- und Gewinnmanagement ist.