Nach Wochen der Rekorde erlebte der Schweizer Leitindex SMI in der vierten Kalenderwoche eine echte Bewährungsprobe. Während Anleger zunächst noch auf eine Fortsetzung der Rally hofften, sorgten kräftige Kursverluste für Ernüchterung am Schweizer Aktienmarkt. Wer zu den Gewinnern gehörte, wer kräftig Federn lassen musste und warum eine wichtige Chartmarke jetzt zur Schicksalsfrage für den SMI wird, verrät unser aktueller Wochenüberblick.
Der Schweizer Leitindex SMI hat nach seinem jüngsten Rekordhoch einen deutlichen Rücksetzer erlebt und im Verlauf der vierten Kalenderwoche fast 2 Prozent verloren. Die 38-Tage-Linie erwies sich bisher als wichtige Unterstützung, an der sich der Index möglicherweise stabilisieren könnte. Sollte diese Marke jedoch unterschritten werden, besteht eine weitere Unterstützung bei 13.000 Punkten. Fällt der Index auch unter diese Schwelle, wäre, aus aktueller Perspektive, ein Rückgang bis auf 12.800 Punkte möglich.
Die größten Gewinner
Im Wochenvergleich konnten lediglich zwei Unternehmen aus dem SMI ein Kursplus verzeichnen. Eine Aktie zeigte keinen Kursunterschied zur Vorwoche, während 17 Titel mit teils erheblichen Verlusten ins Wochenende gingen.
Die Aktie von Swisscom, dem größten Telekommunikationsunternehmen der Schweiz, führte mit einem Kursgewinn von 2,27 Prozent die Gewinnerliste an. Auf dem zweiten Platz folgte Novartis, der Biotechnologie- und Pharmakonzern aus Basel, der jedoch lediglich einen marginalen Kurszuwachs von 0,03 Prozent erzielen konnte. Den dritten Platz in der Rangliste belegte Holcim, der Baustoffkonzern, dessen Aktie sich im Wochenverlauf nicht veränderte.
Die größten Verlierer
Am unteren Ende der Tabelle mussten einige Unternehmen besonders starke Kursverluste hinnehmen. Die Aktie von Logitech verzeichnete mit einem Minus von 6,03 Prozent den deutlichsten Rückgang und landete so auf dem letzten Platz im SMI-Ranking. Auch Zurich Insurance musste einen kräftigen Kursverlust von 5,47 Prozent hinnehmen. Swiss Life verlor 4,96 Prozent und rangierte damit ebenfalls im unteren Bereich der Verliererliste.
Verluste auch im Mittelfeld
Auch das Mittelfeld unter den zwanzig im SMI gelisteten Unternehmen war von Kursbewegungen geprägt. So musste Sika ein Minus von 1,86 Prozent verkraften. Die UBS belegte mit einem Kursrückgang von 2,26 Prozent den zehnten Platz, gefolgt von Kühne & Nagel, deren Aktie um 2,44 Prozent nachgab.