Schon moderate Bewegungen beim Basiswert können mit Hebelprodukten eine starke Dynamik entfalten. Die aktuelle Trading-Liste zeigt eindrucksvoll, wie aus einstelligen Aktiengewinnen zweistellige oder sogar dreistellige Zertifikatsrenditen werden. Doch dieselbe Mechanik wirkt auch in die Gegenrichtung – bis hin zu empfindlichen Verlusten.
SAP bleibt das Maß der Dinge
An der Spitze steht erneut SAP: Seit der Empfehlung vom 23. Juli legte die Aktie um 40,08 Prozent zu. Das ausgewählte Zertifikat schoss sogar um 367,15 Prozent nach oben; in der Spitze waren beeindruckende 395,62 Prozent möglich.
Auch Infineon liefert ein starkes Beispiel für die Hebelwirkung: Aus einem Aktienplus von 9,45 Prozent wurden beim Zertifikat aktuell 135,37 Prozent. Zwischenzeitlich lag der maximale Gewinn sogar bei 223,16 Prozent.
Dahinter bleibt die Dynamik hoch. Bei der Deutschen Telekom verwandelte sich ein Aktiengewinn von 17,87 Prozent in ein Zertifikatsplus von 235,71 Prozent; maximal standen 286,31 Prozent zu Buche. Tesla kommt bei der Empfehlung vom 2. August aktuell auf 84,04 Prozent im Zertifikat, nach zwischenzeitlich 112,21 Prozent. Brenntag und OMV überzeugen ebenfalls mit 64,86 Prozent beziehungsweise 65,79 Prozent.
Breite Gewinnerliste mit starken Spitzenwerten
Auch abseits der Spitzenplätze fällt die Bilanz positiv aus. BB Biotech bringt es beim Zertifikat auf 55,10 Prozent, die Deutsche Bank auf 43,82 Prozent, Henkel auf 37,61 Prozent und TeamViewer auf 33,11 Prozent. Kontron folgt mit 28,11 Prozent, IBM mit 27,17 Prozent.
Auch die reinen Aktientipps setzen Akzente: Endeavour Silver weist aktuell ein Plus von 10,20 Prozent aus, maximal waren 14,35 Prozent möglich. NAT kommt seit März auf 27,36 Prozent.
Der Hebel bleibt riskant
SolarEdge liegt beim Basiswert aktuell 0,88 Prozent im Minus, das Zertifikat verliert jedoch 8,24 Prozent – obwohl zwischenzeitlich bis zu 26,57 Prozent Gewinn möglich waren. Bei Nordex steht einem Aktienplus von 1,29 Prozent aktuell ein Zertifikatsminus von 1,41 Prozent gegenüber. KWS Saat liegt beim Basiswert leicht mit 0,84 Prozent vorn, während das Zertifikat 2,82 Prozent verliert. Auch beim Goldpreis zeigt sich die Kehrseite: Ein Minus des Basiswerts von 1,73 Prozent steht einem Zertifikatsverlust von 8,51 Prozent gegenüber, obwohl zeitweise 31,35 Prozent Gewinn möglich waren.
Drei Einstiegskurse wurden nicht erreicht – Trading-Chancen gestrichen
JinkoSolar, PNE und Moderna haben die von uns genannten Einstiegskurse nicht erreicht. Damit ist bei keinem der drei Werte ein Trade zustande gekommen. Wir streichen die Aktien daher von der Trading-Liste und warten auf neue, charttechnisch interessante Chancen.
Drei Aktien ausgestoppt – zweimal starke Gewinne möglich
Der Short-Trade mit Drägerwerk ging nicht auf. Nach Erreichen des Stoppkurses auf Schlusskursbasis haben wir den Trading-Tipp konsequent von der Liste gestrichen. Deutlich besser lief es bei dsm-firmenich: Die Aktie rutschte unter den weit im Gewinn nachgezogenen Stoppkurs. Maximal waren mit der Aktie 22,59 Prozent Gewinn und mit dem Zertifikat starke 127 Prozent möglich. Über den Schicksalsschlag bei unserem PNE-Trading-Tipp vom 22. April hatten wir bereits im Wochenverlauf im RuMaS Express-Service berichtet. Bis dahin konnten Anleger mit der Aktie maximal 30 Prozent und mit dem Hebel-Zertifikat sogar 105 Prozent Gewinn erzielen.