Schon ein kleiner Kursimpuls kann reichen – und aus einem soliden Aktiengewinn wird dank Hebelwirkung ein spektakuläres Ergebnis. Knockout-Zertifikate eröffnen enorme Chancen, doch der Nervenkitzel hat seinen Preis: Dreht der Markt in die falsche Richtung, drohen rasch hohe Verluste bis hin zum Totalverlust.
SAP entfacht Kursfeuerwerk
An der Spitze steht SAP: Seit der Empfehlung vom 23. Juli legte die Aktie um 38,38 Prozent zu. Das ausgewählte Zertifikat setzte noch einen drauf und schoss um 348,18 Prozent nach oben. In der Spitze waren 348,91 Prozent möglich.
Auch Infineon liefert eindrucksvoll ab: Aus 10,07 Prozent Aktiengewinn wurden beim Zertifikat 147,33 Prozent. Der zwischenzeitliche Höchstwert lag sogar bei 194,66 Prozent.
Dahinter bleibt das Tempo hoch. Bei der Deutschen Telekom verwandelte sich ein Aktienplus von 19,02 Prozent in einen Zertifikatsgewinn von 260,71 Prozent, in der Spitze standen 286,31 Prozent zu Buche. dsm-firmenich folgt mit 22,56 Prozent bei der Aktie und 117,78 Prozent beim Hebelprodukt. Brenntag komplettiert die Gruppe der dreistelligen Zertifikatsgewinner mit aktuell 132,43 Prozent.
Die Erfolgsserie geht weiter
Auch jenseits der Spitzenplätze überzeugt die Trading-Liste. Henkel bringt es beim Zertifikat auf 67,89 Prozent, PNE auf 53,92 Prozent und BB Biotech auf 46,94 Prozent. Dahinter folgen die Deutsche Bank mit 39,27 Prozent, OMV mit 32,89 Prozent, IBM mit 28,53 Prozent und Merck mit 25,79 Prozent.
Selbst die jüngeren Ideen setzen bereits Akzente: Kontron erreicht aktuell 23,09 Prozent, TeamViewer 16,56 Prozent. Die breite Streuung zeigt, dass attraktive Chancen in ganz unterschiedlichen Branchen entstehen können.
Der Hebel ist keine Einbahnstraße
Nicht jede Wette geht auf. Während die Tesla-Aktienidee leicht im Plus liegt, rutscht das Zertifikat der Empfehlung vom 3. August aktuell um 1,83 Prozent ins Minus. Bei Nordex beträgt der Zertifikatsverlust 1,41 Prozent, bei KWS Saat 2,82 Prozent. Hier zeigt der Hebel seine gefährliche Seite: Er beschleunigt nicht nur Gewinne, sondern ebenso Verluste.
Beim Goldpreis steht einem Minus des Basiswerts von 0,97 Prozent derzeit ein Zertifikatsverlust von 4,59 Prozent gegenüber – obwohl zwischenzeitlich bis zu 31,35 Prozent Gewinn möglich waren. Die Drägerwerk-Short-Idee liegt beim Zertifikat aktuell 16,91 Prozent im Minus. Das Fazit: Knockout-Produkte bieten enormes Potenzial, können aber bis zum Totalverlust führen.