Selten könnten fundamentale Erwartungen und technische Signale weiter auseinanderliegen: Während Analysten auf kräftige Kursgewinne setzen, sendet der Chart gleich mehrere Warnzeichen. Für Anleger stellt sich damit die entscheidende Frage: Ist der jüngste Absturz bereits eine Einstiegschance – oder sehen wir weiter fallende Kurse?
Experten sehen enormes Aufwärtspotenzial
Das Analystenbild wirkt auf den ersten Blick eindeutig: Neun Experten stufen den Titel mit „Kaufen“ ein, lediglich zwei empfehlen, die Position zu halten. Aus den veröffentlichten Kurszielen ergibt sich im Durchschnitt ein Potenzial von rund 55 Prozent. Besonders optimistisch fällt die höchste Prognose aus: Sie stellt sogar einen Kursanstieg von etwa 130 Prozent in Aussicht.
Der Chart spricht eine andere Sprache
Trotz der positiven Einschätzungen dominiert kurzfristig die Schwäche. Seit dem Hoch im Juli hat die Aktie deutlich an Wert verloren. Bereits in der Vorwoche rutschte der Kurs unter die 100-Tage-Linie. Nun folgte mit einem Schlusskurs unter der viel beachteten 200-Tage-Linie das nächste negative Signal.
Warum ein Short-Trade dennoch interessant sein kann
Genau dieser Gegensatz macht die Situation spannend: Langfristig locken hohe Analystenziele, kurzfristig kontrollieren jedoch die Verkäufer das Geschehen. Deshalb wurde heute im RuMaS Express-Service ein Short-Trade vorgeschlagen. Die Idee dahinter: Solange der Titel die gebrochenen Durchschnittslinien nicht zurückerobert und keine klare Bodenbildung zeigt, bleibt weiterer Verkaufsdruck möglich.