HypoVereinsbank Ingolstadt - Swapverträge in dreistelliger Millionen Höhe

25.01.2012 09:18

Die Filiale der HypoVereinsbank Ingolstadt hat offensichtlich besonders riskante Swapgeschäfte durch ihre Berater in Millionenhöhe vertrieben.

Die HypoVereinsbank, welche seit langer Zeit wegen riskanter Swapgeschäfte zahlreiche Verfahren vor diversen Landgerichten führen muss, hat offensichtlich besonders gute Kunden aus dem Raum Ingolstadt um Millionen gebracht.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Michael A. Leipold meint dazu: „Auffallend sind die hohen Summen die uns zahlreiche Mandanten aus dem Bereich Ingolstadt  vorlegen. Insbesondere ein Berater hat dabei gerne CRS in CHF mit der Bezugsgröße 5 Millionen Euro verkauft. Der Verlust aus diesem Geschäft hat die Bezugsgröße bereits längst überschritten. Das Schema wie hier verkauft wurde ist in allen Fällen gleich."

Dabei sind die Currency Related Swaps (CRS) in dieser Höhe besonders gefährlich, weil die wiederkehrenden Zahlungen durch den Verfall des Euro gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) exorbitant hoch sind. Die HypoVereinsbank hat dadurch insbesondere bei mittelständischen Unternehmen unglaubliche Verluste verursacht.

Mit im Portfolio wurden immer auch CCS, Payer Swaps und andere Formen von Swaps verkauft, so dass schnell eine zweistellige Millionenhöhe bei den einzelnen Mandanten zustande kam.

Interessant ist vor allem die Vorgehensweise des einen Beraters, der offensichtlich besonders engagiert war. So hat er beispielsweise eine fast marktschreierische Email die der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft vorliegt, wie eine Art „Wurfsendung" gleich an eine Vielzahl guter Kunden gesendet. Von individuellem Angebot kann daher nicht die Rede sein. Das Risiko wurde dabei eher „verharmlost". Dies wurde auch kürzlich durch einen Berater im Rahmen einer Zeugenaussage vor dem LG München I bestätigt.

Im Ergebnis verurteilt das LG München I und andere Gerichte die HypoVereinsbank immer wieder zur Rückabwicklung bzw. Schadensersatz in Verbindung mit verkauften Swapgeschäften.

Betroffenen Kunden kann daher nur empfohlen werden, keine weiteren Zahlungen auf diese Geschäfte zu leisten und ihre Unterlagen durch einen spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.

Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Widenmayerstr. 49
80538 München
Telefon: 089/24218535
Fax: 089/24218244
E-Mail: info[at]lawgmbh[punkt]com
www.lawgmbh.com

Pressemitteilung der Leipold Rechtsanwaltsgesellschaft mbH vom 23. Januar 2012

 

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